Workshop Be-greifbare Interaktion auf der Mensch und Computer am 4.9.2016 in Aachen

Am 4.9.2016 fand der Workshop unserer Fachgruppe auf der Mensch-und-Computer-Konferenz in Aachen statt.

Die Proceedings des Workshops wurden in der Digital Library des Fachbereichs veröffentlicht.

Programm

09:00 Begrüßung

09:15 Keynote von Martin Kaltenbrunner: “TUIO2: Ein Repräsentationsmodell Interaktiver Oberflächen.”

Martin Kaltenbrunner ist Professor am Interface Culture Lab der University of Art and Design in Linz, Österreich. Seine Forschung konzentriert sich auf Begreifbare Benutzungsschnittstellen und die Entwicklung neuer Mensch-Maschine-Interaktionskonzepte für kreatives Gestalten mittels offener Tools. Als Mitbegründer von Reactable Systems war er zentral an der Entwicklung des Interaktions-Designs des Reactable beteiligt, einem elektronischen Musikinstrument mit einer begreifbaren Benutzungsschnittstelle. Er ist außerdem Autor des Open-Source Tangible-Interaction-Frameworks reacTIVision und dessen TUIO-Protocol, das in vielen begreifbaren tischbasierten Anwendungen verwendet wird. (http://modin.yuri.at/)

10:15 Session 1: Tangibles zum Lernen und gegen das Vergessen (Session-Chair: Alexandra Voit)

10:15    ELBlocks – An Interactive Semantic Learning Platform for Tangibles. David Bouck-Standen, Marco Schwandt, Thomas Winkler and Michael Herczeg (Universität Lübeck)
11:45    Evaluation der Lehre: be-greifbar mit so wenig Papier wie möglich. Sebastian Müller, Martin Christof Kindsmüller (Technische Hochschule Brandenburg)
11:15    Tangibles für Menschen mit Demenz: Erinnerungen zum Anfassen. Jan Preßler, Stephan Huber, Nam Tung Ly, Jörn Hurtienne (Universität Würzburg)

11:45-12:45 Mittagspause

12:45 Session 2: Neue Interaktionstechniken (Session-Chair: Habakuk Israel)

12:45    Elastische Displays im Einsatz. Mathias Müller, Dietrich Kammer, Rainer Groh (TU Dresden)
13:15    DIY – Tangible Objekte für kapazitive Displays. Valentina Burjan, Kirstin Kohler, Emylie Pereira (Hochschule Mannheim)
13:45    Umsetzung einer natürlichen Interaktion mittels Head-Mounted-Display unter Einbezug von taktilen Rückmeldungen. Max Bernhagen, Daniel Hertwig, Jonas Tretzel, Frank Dittrich (TU Chemnitz)

14:15 Vorstellung Demo-Beiträge

14:25 Demosession (und Kaffeetrinken) mit folgenden Beiträgen:

  • Eberhard Engelhardt: Logik begreifbar Machen
  • Max Bernhagen, Daniel Hertwig, Jonas Tretzel, Frank Dittrich: Umsetzung einer natürlichen Interaktion mittels Head-Mounted-Display unter Einbezug von taktilen Rückmeldungen
  • Valentina Burjan, Kirstin Kohler, Emylie Pereira: DIY – tangible Objekte für kapazitive Displays
  • Jan Preßler, Stephan Huber, Nam Tung Ly, Jörn Hurtienne: Tangibles für Menschen mit Demenz: Erinnerungen zum Anfassen
  • Nassrin Hajinejad, Barbara Grüter, Simon Bogutzky: Walking phrases: modeling the walking process with respect to contextual conditions
  • Mayar Ali, Dirk Reichardt: Grip Force for Tangible Interaction Using MYO
  • Dmitry Alexandrovsky, Katya Alvarez, Benjamin Walther-Franks, Joschua Wollersheim and Rainer Malaka: Jump‘n’Rhythm: A video game for training timing skills

 

15:00 Session 3: Embodied cognition (Session-Chair: Torben Wallbaum)

15:00    Walking phrases: modeling the walking process with respect to contextual conditions. Nassrin Hajinejad, Barbara Grüter, Simon Bogutzky (Hochschule Bremen)
15:30    Jump‘n’Rhythm: A video game for training timing skills. Dmitry Alexandrovsky, Katya Alvarez, Benjamin Walther-Franks, Joschua Wollersheim, Rainer Malaka (Universität Bremen)

16:00 Sitzung der Fachgruppe Be-greifbare Interaktion (offen für alle Workshopteilnehmer und Gäste)

17:00 Ende des Workshops

Workshop-Organisation: Alexandra Voit (Universität Stuttgart), Torben Wallbaum (OFFIS Oldenburg) und Habakuk Israel (HTW Berlin)

Call for Position Papers – Workshop “Be-Greifbare Interaktion” im Rahmen der Mensch & Computer, 6. September 2015, Stuttgart

Für den Workshop “Be-greifbare Interaktion” auf der Mensch & Computer gibt es noch die Möglichkeit, ein Positionspapier einzureichen.
Positionspapiere werden nicht in den MuC-Proceedings veröffentlicht, werden aber allen Workshopteilnehmern vor dem Workshop zugänglich gemacht.
Die Beiträge sind eine Grundlage für unsere Diskussionen im Workshop – wir freuen uns auf zahlreiche Anregungen und Ideen.
Beiträge sollen 2 Seiten umfassen, den MuC-Autorenrichtlinien entsprechen und können auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden.

Einreichungsfrist:
1. August 2015 (Positionspapiere)
Formatvorlagen:
http://muc2015.mensch-und-computer.de/mci/cfp/ – autorenrichtlinien
Einreichung unter:
https://www.easychair.org/conferences/?conf=bgimuc2015
Informationen zum Workshop:
http://fgbgi.mensch-und-computer.de/wp-content/uploads/sites/9/2015/04/Call-for-Papers-.pdf

Interview mit Thomas Gläser, Entwickler des Logos der Fachgruppe Be-greifbare Interaktion

Hallo Thomas, Du hast den Wettbewerb zur Gestaltung des Logos unserer Fachgruppe Be-greifbare Interaktion gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Jetzt möchten wir etwas über Dich erfahren. Fangen wir mal damit an, wo Du das Gestalten und Entwerfen gelernt hast.

Ich habe das Gestalten quasi schon in die Wiege gelegt bekommen. Schon in der Grundschule habe ich die Freundschaftshefte aller Leute aus meiner Klasse verzieren dürfen (lacht). Ich habe erst klassisch eine Mediengestalter Ausbildung bei der Augsburger Allgemeinen Zeitung gemacht. Viel Druckvorstufe und wenig interaktiv. Erst in meinem Studium an der HfG Schwäbisch Gmünd und der FH Joanneum Graz bin ich dann „interaktiv” geworden. Dort habe ich das notwendige Rüstzeug zum Interaction Designer mitbekommen. Anfänglich mehr im Bereich der Medien-Installationen, während meiner Zeit bei BMW mehr in Richtung reines User Interface Design. Die beiden Strömungen konnte ich dann während meiner Zeit bei meinem eigenen Designstudio envis precisely zusammenführen. Dort habe ich fünf Jahre lang die unterschiedlichsten Projekte leiten können. Von Android-Apps bis raumfüllenden Touch-Installationen. Im Job an sich konnte ich auch einiges lernen.

Welche Talente hast Du außerdem?

Ich spiele leidenschaftlich gerne Basketball und war letzte Saison mit meinem Team vom FC Bayern Basketball IV Bezirksligameister Süd falls das jemand Interessiert (lacht).

Be-greifbare Interaktion – was verbindest Du damit?

Einerseits wirklich greifbare Interaktion im Sinne von Tangible User Interfaces und alles was man unter sogenannten Natural User Interfaces versteht. Im Endeffekt alternative Interaktionsmöglichkeiten die unsere bekannten Eingabemöglichkeiten wie Touchscreen, Maus und Tastatur möglichst natürlich und der Anwendung entsprechend erweitern. Begreifbar steht dabei noch für die einfache Erlernbarkeit oder im Bestenfall die Nutzung dieser neuen Interaktionen aus dem Stegreif heraus.

Womit beschäftigst Du Dich beim DelighteX eigentlich?

Wir sind ein Münchner Startup um den JetBrains Mitgründer Eugene Belyaev herum. Unser 12-köpfiges Team besteht aus Entwicklern, Coaches und Designern. Wir verbinden benutzerzentrierte Gestaltung mit moderner Technologie und Know-How aus der Psychologie um Anwendungen zu schaffen, die uns helfen sollen bewusster zu handeln. Unser erstes Produkt ist CoachingSpaces (http://coachingspaces.com/), eine kollaborative Visualisierungsplatform für Coaches und Klienten. Hier können beide Parteien in einem 3D-Raum online Figuren, Bilder und Karten nutzen um Probleme und Lösungen zu visualisieren. Ich kenne aktuell keine andere Platform, die das kann. Das ist eine Herausforderung, da einige UX-Fragen eben noch nicht beantwortet wurden. Ich kümmere mich als Head of User Experience um die Bereiche: User Research, UI-Konzeption und Prototyping sowie Produktmanagement und Kommunikation. Bei einem Startup sind die Grenzen fließend und jeder macht einfach dass, was er gut kann und das Startup nach vorne bringt. Aktuell erweitere ich gerade unser Team um einen Creative Front-end Developer. Falls uns jemand mit voranbringen will. Wir sind immer offen für neue, smarte Leute.

Neben Deinen vielen anderen Tätigkeiten organisierst Du auch die push-Konferenz? Worum geht es dort und wer kommt dorthin?

Die push.conference habe ich vor 4 Jahren bei envis precisely ins Leben gerufen. Die Idee kam aus der Arbeit heraus, da wir persönlich Design und Code immer in Verbindung sehen. Die Prozesse und Methoden sind gleich. Egal ob wir eine iPhone-App entwickeln oder raumgreifende Medieninstallation. Mit der push.conference vereinen wir an zwei Tagen Themen aus dem Bereich User Experience Design und Creative Coding. Somit schlagen wir die Brücke zwischen angewandten Designlösungen und innovativer Medienkunst. Sprecher der letzten Jahre und deren Vorträge gibt es in unserem Online-Archiv.

Wir erwarten auch dieses Jahr wieder über 400 Designer und Entwickler aus ganz Europa, die sich am Freitag und Samstag (10. & 11. Oktober 2014) in der Alten Kongresshalle in München treffen um sich von den Vorträgen inspirieren zu lassen. Aktuell haben wir wieder einige sehr interessante Sprecher wie u.a. Ben Fry (Co-Founder Processing), Daniel Burka (Prototyper bei Google Ventures), Josh Carpenter (Virtual Reality Researcher von Mozilla), Lauren McCarthy (Interaction Artist) oder Razan Sadeq (Experience Researcher). Tickets und mehr Infos gibt es im Netu (http://push-conference.com/2014/)

Was für Pläne für die Zukunft hast Du?

Beruflich ist das oberste Ziel erstmal CoachingSpaces voranzubringen. Wir haben das Produkt diesen Januar offiziell vorgestellt und sind aktuell in der offenen, kostenlosen Beta. Die letzten Wochen haben wir es auch auf einigen Coaching Konferenzen wie auf der Coaching meet Research vorgestellt und wertvolles Feedback gesammelt. Da passiert gerade sehr viel und wir werden unser Produkt noch einmal um 2D-Räume erweitern. Außerdem haben wir noch andere App-Ideen im Hinterkopf die wir noch angehen werden. Da sind wir die nächsten Monate und Jahre beschäftigt. Ansonsten mache ich keine langfristigen Pläne, sondern versuche einfach immer so flexibel wie möglich zu bleiben.

 Herzlichen Dank für das Interview und natürlich auch noch einmal für das Logo.

 

Kontakt zu Thomas Gläser:

DelighteX GmbH

Elsenheimerstraße 47

80687 München

Tel.: +49 89 21 55 35 49 – 1

http://about.me/thomasglaeser/

https://www.xing.com/profile/Thomas_Glaeser3

https://twitter.com/Thomas_Glaeser

 

Das Interview führte Habakuk Israel.

 

 

Logo der Fachgruppe Be-greifbare Interaktion

 

Erfinderworkshop Bremen 2013

Vom 28. Februar – 1. März fand in Bremen der Erfinder-Workshop statt. Wie immer stand der Erfinder-Workshop unter einem praktischen Fokus. Dieses Mal sollte es um das Potenzial gehen, das FabLab-Technologien für die Weiterentwicklung von Formen be-greifbarer Interaktion bieten.

Weitere Informationen und Bilder vom Workshop gibt es auf der Workshop-Webseite der Uni Bremen.

FGTIS First French German Tangible Interaction Studio 25-31 August 2013 in Bidart

Tangible interaction is a research field addressing areas at the border of the physical and the digital. For many years, researchers, designers, practitioners and artists around the world have worked on the theoretical and empirical foundations, technical frameworks, the realization of prototypes and the design of interfaces. However, there is a high potential for future work, and the European community could be more active on an international level. The aim of this meeting is to gather young European researchers in our field, to get them in touch with internationally renowned researchers and to establish networks for their academic future.

More information at http://www.fgtis.estia.fr/