Rückblick auf den 11. Workshop “Be-greifbare Interaktion” auf der Mensch und Computer 2018

Am 02.09.2018 fand in Dresden der 11. Workshop “Be-greifbare Interaktion” auf der Mensch und Computer 2018 statt.

Raphael Wimmer spricht über die Demo DotTrack, die auf der Hauptkonferenz noch den Best-Demo-Award bekommen wird. Beat Rossmy erläutert das Konzept von COMB.

Erik Lier geht auf Interaktionsformen mit Elastic Displays ein und Thomas Winkler erläutert einen Ansatz zur Evaluation mit Pädagogen des Miteinander-Lernspiels AlgoFrogs.

Rainer Groh erläutert einen glyphbasierten Ansatz zur Datenvisualisierung in VR und Jochen Feitsch geht auf die Ergebnisse eines Workshops mit Informatikern und Tänzern bzw. Choreographen ein.

Insgesamt 6 Demos wurden auf dem Workshop präsentiert, darunter die begreifbaren DotTrack-Bausteine durch Raphael Wimmer, Evelyn Zinnatovas interaktives Tastmodell, Eberhard Engelhardts interaktiver mechanischer Logik-Baustein, die COMB-Audiocontroller von Beat Rossmy und Erik Liers Zoomable User Interface für Elastic Displays.

Die Panel-Discussion zum Thema Begreifbare Interaktion in der gemischten Wirklichkeit – wieviel greifen braucht die be-greifbare Interaktion? wurde von Dietrich Kammer moderiert. Das Panel war mit Florian Echtler, Thomas Winkler und Rainer Groh besetzt. Eine kurze Ad-hoc-Umfrage unter den Teilnehmern ergab interessante Einblicke:

  • Bietet eine einfache Touchoberfläche mit GUI be-greifbare Interaktion? 4 JA-Stimmen und 11 NEIN-Stimmen
  • Ist die Berührung eines Wearables eine be-greifbare Interaktion? 6 JA-Stimmen und 9 NEIN-Stimmen
  • Bieten Controller in der virtuellen Realität eine be-greifbare Interaktion? 9 JA-Stimmen und 6 NEIN-Stimmen

Auf die Frage: Was ist eine Mindestbedingung für be-greifbare Interaktion? Antworteten die Umfragteilnehmer wiefolgt:

  • Haptische Interaktion mit physischen Artefakten
  • Physische Repräsentanz, Haptik, taktiles Feedback
  • Ein haptisches Feedback und einfaches intuitives UI
  • Physisches Interaktionskonzept
  • Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten, real vorhandene Objekte (Haptik)
  • Gebrauch z.B. der Hände auf verschiedene Weise (verschiedene Aktionen und/oder Kraft, Geschwindigkeit, Richtung, …)

Schließlich suchten wir mit der Frage: Welche Bereiche der Mensch-Computer-Interaktion bieten explizit keine be-greifbare Interaktion? Eine Abgrenzung zu anderen Forschungsgebieten:

  • Brain Computer Interfaces (BCI)
  • Touchscreens
  • Sprachsteuerung
  • GUI-Oberflächen bedienbar durch Tastatur, Maus, Touchscreen
  • User Experience
  • Gender Studies
  • Jene Bereiche, die primär in einer Echtzeit-Engine stattfinden
  • Virtual Reality

Der Workshop wurde durch die Sitzung der Fachgruppe “Be-greifbare Interaktion” unter Leitung von Tanja Döring mit Wahl des Leitungsgremiums abgeschlossen. Wir danken allen Teilnhemerinnen und Teilnehmern, Vortragenden, Autorinnen und Autoren, Reviewerinnen und Reviewer. Wir freuen uns auf den Erfinderworkshop der Fachgruppe sowie den nächsten Mensch-und-Computer-Workshop im nächsten Jahr! Bei Interesse für die Ausrichtung eines der Workshops gerne bei der Fachgruppe melden!

11. Workshop “Be-greifbare Interaktion” auf der Mensch und Computer 2018 am 02.09.2018 in Dresden

Am Sonntag, 02.09.2018 wird der 11. Workshop “Be-greifbare Interaktion” im Rahmen der Mensch und Computer 2018 ganztägig von 9.00 Uhr bis 16:30 Uhr in Dresden stattfinden. Direkt im Anschluss an den Workshop findet von 16:30 bis 17:30 Uhr die Fachgruppensitzung der Fachgruppe “Be-greifbare Interaktion” statt.

Wir laden herzlich ein zur Workshopteilnahme! Hierfür ist eine Anmeldung zur Mensch und Computer erforderlich (weitere Informationen zur Anmeldung).

Die Proceedings des Workshops sind in der Digital Library der Gesellschaft für Informatik verfügbar.

Ort des Workshops: Raum APB / 1004 der Fakultät Informatik (Andreas-Pfitzmann-Bau) an der Technischen Universität Dresden (Gebäudeplan)

WORKSHOP PROGRAMM:


9:00 Uhr: Ankommen, Meet & Greet

9:15 Uhr: Begrüßung

9:30 Uhr: Session 1: Technologie und Praxis (Session Chair: Dietrich Kammer)

9:30 Uhr Kunstgefühl – Von der Grafik zum interaktiven Tastmodell
Evelyn Zinnatova, Markus Wacker und Claudia Bergmann (Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden)

9:45 Uhr COMB – Form als bedeutungsvolle Eingabemethode in der Gestaltung Be-greifbarer Schnittstellen für Kinder
Beat Rossmy und Alexander Wiethoff (LMU München)

10:00 Uhr DotTrack: absolute und relative Ortsbestimmung von Tangibles mittels eines Maussensors
Dennis Schüsselbauer, Andreas Schmid, Raphael Wimmer und Laurin Muth (Universität Regensburg)

10:15 Uhr Volume: A forcing interface as Art
Hannes Waldschütz (Bauhaus-Universität Weimar)

10:30 bis 11:00 Uhr: Kaffeepause

11:00 bis 11:45 Uhr: Session 2: Konzepte und Methoden (Session Chair: Thomas Fröhlich)

11:00 Uhr Modell für eine Lehrerevaluation zum Einsatz des körper- und raumbezogenen Miteinander- Lernspiels AlgoFrogs
Thomas Winkler, David Bouck-Standen und Michael Herczeg (Universität zu Lübeck)

11:15 Uhr Zoomable User Interfaces für Elastic Displays
Mathias Müller, Erik Lier und Thomas Gründer (Technische Universität Dresden)

11:30 Uhr Kopf in den Daten, Daten in der Hand – Exploration räumlicher Glyphen- Visualisierungen mittels HMD und Manipulator
Rainer Groh (Technische Universität Dresden)

11:45 bis 12:30 Uhr Session 3: Anwendungsfelder (Session Chair: Beat Rossmy)

11:45 Uhr The Expanded Body – Ergebnisse einer tänzerisch-künstlerischen Intervention
Jochen Feitsch und Christian Geiger (Hochschule Düsseldorf)

12:00 Uhr Professionelle Human Maschine Interfaces – vom Bedienkonzept zum interaktiven physisch-digitalen Prototyp
Sebastian Lorenz (Technische Universität Dresden)

12:15 Uhr Multimodale Unterstützungssysteme für Leistungssport im Taktilen Internet
Esther Lapczyna, Lars Engeln, Jens Krzywinski und Rainer Groh (Technische Universität Dresden)

12:30 bis 14:00 Uhr: Mittagspause

14:00 bis 15:30 Uhr: Demosession (Session Chair: Mandy Keck) mit folgenden Beiträgen:

  • Modell für eine Lehrerevaluation zum Einsatz des körper- und raumbezogenen Miteinander- Lernspiels AlgoFrogs
    Thomas Winkler, David Bouck-Standen und Michael Herczeg (Universität zu Lübeck)
  • Zoomable User Interfaces für Elastic Displays
    Mathias Müller, Erik Lier und Thomas Gründer (Technische Universität Dresden)
  • Kunstgefühl – Von der Grafik zum interaktiven Tastmodell
    Evelyn Zinnatova, Markus Wacker und Claudia Bergmann (Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden)
  • COMB – Form als bedeutungsvolle Eingabemethode in der Gestaltung Be-greifbarer Schnittstellen für Kinder
    Beat Rossmy und Alexander Wiethoff (LMU München)
  • DotTrack: absolute und relative Ortsbestimmung von Tangibles mittels eines Maussensors
    Dennis Schüsselbauer, Andreas Schmid, Raphael Wimmer und Laurin Muth (Universität Regensburg)
  • Leistungssport als Anwendungsdomäne des Taktilen Internets
    Esther Lapczyna, Lars Engeln, Jens Krzywinski und Rainer Groh (Technische Universität Dresden)

15:30 bis 16:00 Uhr: Kaffeepause

16:00 bis 16:30 Uhr: Panel Discussion und Workshop-Abschluss (Session Chairs: Thomas Winkler & Dietrich Kammer)
Begreifbare Interaktion in der gemischten Wirklichkeit – wieviel greifen braucht die be-greifbare Interaktion?

16:30 bis 17:30 Uhr: Sitzung der Fachgruppe “Be-greifbare Interaktion” mit Wahl des Leitungsgremiums (offen für alle WorkshopteilnehmerInnen und Gäste)

Für den Abend ist bei ausreichendem Interesse ein Workshop-Dinner vorgesehen.

Workshop Organisatoren:
Dietrich Kammer (Technische Universität Dresden)
Mandy Keck (Technische Universität Dresden)
Beat Rossmy (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Thomas Fröhlich (Universität Bremen)
Thomas Winkler (Universität zu Lübeck)